Fake or real

Ende Februar nahm die Klasse BF2 E an einem schulinternen Seminar zur Medienkompetenz teil, welches von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit der Kölner Agentur jfc angeboten wird. Das Seminar trägt den Titel „Fake or real“. In ihm setzen sich die Schüler mit der Rolle der Medien in einer Demokratie auseinander und lernen die Mechanismen digitaler Meinungsbildung (besser) kennen. Ziel des Seminars ist die Förderung des Beurteilungsvermögens und der Werteorientierung der Jugendlichen und damit die Förderung ihrer digitalen Kompetenz.https://www.bkt-dueren.de/wp-content/uploads/Medienkomp-BFE-2019-1.pdf

Lesen Sie hierzu zwei Berichte von Schülern dieser Klasse

Von M-A. C.  (BF2 E)

Der richtige Umgang mit digitalen Medien ist wichtig

Am 20.02.2019 haben wir, die Klasse BF2E, Besuch von drei jungen Menschen bekommen, die uns aufklärten über Fake-News, Clickbait und andere Themen, wie man die Unterschiede von Satire und Fake-News erkennen kann. Am Anfang des Workshops haben wir uns unterhalten und ein paar unverständliche Begriffe erklären lassen, wie zum Beispiel „Hoax“. Später bekamen wir Aufträge, die wir in den Gruppen machen sollten; jede Gruppe hatte ein anderes Thema. Die Gruppe von mir (Yannik, Ron, Domenic und Mohammad) musste die Schule so gut wie möglich präsentieren. Dazu hatten wir 30 Minuten Zeit und waren im Schulgebäude, draußen und im Werkstatt-Trakt, um an geeigneten schönen Orten/Plätzen in der Schule zu filmen. Später im Klassenraum präsentierten wir unseren Film und ließen diesen bewerten danach, was gut oder was schlecht war. 

Nach der Präsentation redeten wir über das Thema „Fake-News“ und inwiefern sich „Satire“ und „Fake“ unterscheiden. Danach haben wir über „Manipulation“ geredet; dazu hatten wir drei Bilder gezeigt bekommen, die verdeutlichten, wie einfach man im Internet mit Programmen Bilder so zuschneiden kann, dass es wie ein anderes Bild aussieht. Als nächstes spielten wir ein Spiel (Klassenspiel) über die Website Kahoot, bei dem uns die Fragen am Smartboard gezeigt wurden und wir als Gruppe dann einen Lösungsvorschlag abgegeben haben. Wir Schüler hatten sehr viel Spaß  und wollten nochmal spielen. 

Danach haben wir Blätter mit einer geometrischen Figur bekommen, wo an den Seiten A bis D stand, und die mit dem richtigen Buchstaben beantwortet werden mussten. Dazu hat die Seminarleiterin einen Scanner (Handy) genutzt um die ganzen Ergebnisse am Smartboard auszuwerten, was wir als Schüler sehr erstaunlich fanden. 

Am Ende machten wir ein Rollenspiel und teilten uns in drei Gruppen  auf. Jede Gruppe hatte die Aufgabe, sich als Schülersprecher zu bewerben, um die Stimmen vieler Schüler zu bekommen. Bei der Aufgabe hatten die drei Gruppen verschiedene Räume,  um dort ungestört die Aufgaben in der Gruppe zu lösen. Später mussten sich die Bewerber der einzelnen Gruppen vorne präsentieren und Stellung nehmen, was an der Schule verbessert werden muss. Nach der Präsentation kam von den einzelnen Gruppen die Reaktion, was gut und was schlecht war. Da war meine Meinung, dass manche Schüler zu sehr vertieft waren in ihren Rollen, dass sie Leute runter gemacht haben, auch mit den Schulnoten, die in der Situation nichts dazu beigetragen haben. Ansonsten fand ich den heutigen Workshop ziemlich informativ und interessant und freue mich auf eine Wiederholung.

D.S. (BF2E)

Zusammen mit drei Mitarbeitern des Workshops, die heute bei uns gewesen sind, haben wir das Internet etwas besser kennengelernt und zusammen einige Aufgaben bekommen und erledigt. Zuerst wurde das Projekt vorgestellt, jeder hat sich sein Namensschild gemacht und auf die Jacke/ den Pullover geklebt. Danach bekamen wir schon die ersten Aufgaben: Wir haben uns in Gruppen aufgeteilt, und jeweils eines der Gruppenmitglieder hat eine Videokamera bekommen. Meine Gruppe erhielt einen Zettel, auf dem stand, welche Aufgaben wir haben. Wir sollten darüber berichten, was man an der Schule verbessern könnte. Wir haben ein eigenes Statement abgegeben, haben aber auch ein Interview mit Herrn Stevens geführt. Es war echt lustig, nur leider fehlte bei unserer Cam der Ton. Am Ende haben wir uns gemeinsam die Aufnahmen von jeder Gruppe angeschaut. 

Kurz darauf bekamen wir die nächste Aufgabe. Dazu haben wir unsere Handys benutzt. Wir haben bei einem Quiz mitgemacht, bei dem wir uns bei einer Seite namens kahoot.it mit verschiedenen Benutzernamen anmeldeten. Wir bekamen insgesamt 18 Fragen, die wir allein beantworten mussten. Ich war am Ende auf dem siebten Platz. 

Digitales Leben, Lernen und Arbeiten – Informieren, Kommunizieren, Gestalten

Nach einer Pause von 15 Minuten ging es weiter; diesmal haben wir die Aufgabe bekommen, drei Gruppen aus jeweils sechs Leuten zu bilden. Ich war mit Umberto, Mewan, Romano, Sven und Nico H. in einer Gruppe. Jede Gruppe hat dieselbe Aufgabe bekommen: wir haben uns einen Kandidaten für die Rolle als Schülersprecher ausgesucht und haben alle anderen davon überzeugen müssen, warum in unserem Fall Romano die beste Wahl wäre. Wir sind die Gruppe gewesen, denen alle Mittel recht gewesen sind, zu gewinnen. Das heißt, wir durften Fake News verbreiten, Bilder photoshoppen und auch bei der Wahl Lügen erzählen, um zu gewinnen. Mit den Plakaten haben wir uns Facebook-Profile erstellt, auf unserem war Romano abgebildet. Wir haben reingeschrieben, wie viele Follower und Likes er hat und haben dazu noch Clips gedreht, in denen Romano selbst noch einmal erklärt hat, wieso er die beste Wahl wäre. Zusätzlich haben wir noch einen Clip gedreht, in dem Romano sagt, wie er zu seinem Gegenkandidaten Dariusz steht. Am Ende trugen alle Gruppen ihre Sachen vor und es hat einige Diskussionen gegeben. Meine Gruppe hat die zwei anderen Gruppen besiegt. Wir haben ein Bild gezeigt, in dem ich als Dariusz verkleidet im Unterricht schlafe, und wir haben dazu noch gefragt, wer einen Schülersprecher haben will, der seinen eigenen Namen falsch schreibt; auf seinem Plakat steht tatsächlich „Darius“ (ohne „z“). Auch wenn kein Gewinner verkündet wurde, wusste jeder, dass meine Gruppe gewonnen hat. Wie gewohnt hatten wir um 14:45 Uhr Schluss. Der Tag ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam gewesen.Wir konnten live erleben, dass der Einsatz gefakter Informationen erfolgreich sein kann; entsprechend heißt es für uns, bestimmte Informationen nur mit Vorsicht zu genießen.