Erkut „MdB“

Endlich mitentschieden und mitmischen, wenn sich Politiker um Gesetzesentwürfe streiten: Darum geht es bei der jährlichen Aktion des Bundestages mit dem Namen „Jugend im Parlament“. Die über 300 Teilnehmer reisen nach Berlin, schlüpfen in die Rolle fiktiver Bundestagsabgeordneter (MdB), sitzen im echten Plenarsaal und sprechen unter dem Bundesadler (scherzhaft auch „Fette Henne“ genannt) an genau dem Rednerpult, das man regelmäßig in den Nachrichten sehen kann. In die Rolle eines fiktiven Abgeordneten zu schlüpfen war eine sehr interessante Erfahrung für mich. Ein Abgeordneter zu sein und seine Meinung zu vertreten hat mir eine neue Sicht auf die verschiedenen Seiten politscher Arbeit gezeigt. Auch mal über den Tellerrand hinaus blicken, argumentieren, kooperieren und sich auf Kompromisse einzulassen war ein großer Teil des Programms. Jedoch war es nicht immer leicht, die Meinung einer Person zu vertreten, die nicht immer mit meinen eigenen Ansichten zusammengepasst hat. Trotzdem hat mir das Programm Jugend und Parlament sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte sehr viel über das Parlament, die Entwicklung eines Gesetzes bis zur Abstimmung und den Tagesablauf eines Abgeordneten/einer Abgeordneten erfahren.